Vom 23. Juni bis zum 14. Juli begrüßte die Bopparder AWO wieder 8-12-jährige Mädchen und Jungen aus der strahlenbelasteten Region um die Bezirksstadt Krasnopolje in Weißrussland. Die jungen Gäste konnten sich in gesunder Luft und bei unbelasteter Nahrung in Boppard erholen und so ihr Immunsystem stärken.

Krasnopolje liegt in der Region Mogilev, im Osten von Weißrussland. In diesem Gebiet kam es zum stärksten radioaktiven Fallout der Tschernobyl-Katastrophe. Auch wenn der Super Gau mittlerweile 30 Jahre zurückliegt, sind die Folgen in Weißrussland weiterhin sichtbar. Durch die Verseuchung mit Strontium und Cäsium werden noch Generationen unter verschiedensten strahlenbedingten Krankheiten zu leiden haben.Einige Krebsarten, wie Speiseröhren-, Magen- und Darmkrebs und Leukämie treten stark vermehrt auf, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Ebenso kommt es auch immer noch zu Fehlbildungen, Stoffwechselstörungen und Schädigungen des Immunsystems. Quantitativ lässt sich die Anzahl Tschernobyl-bedingter Erkrankungen nur schwer erfassen, da die Statistiken zu dem Thema meist Interessen pro oder contra Atomkraft verfolgen. Wer Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser besucht, dem bietet sich jedoch ein Bild erschreckend vieler nicht gesunder Kinder.

Die Organisatoren auf Geldspenden und Unterstützung durch die Bevölkerung angewiesen. Geldspenden werden erbeten auf Konto-IBAN: DE91 5605 1790 0101 1940 90 / BIC: MALADE51SIM. Eine Spendenbescheinigung ab einer Spende von 50 € wird unaufgefordert zugesandt. (Adresse bitte auf dem Überweisungsträger vermerken). Nähere Auskünfte erteilt Martin Strömann, Tel. 06742-5731 und 0170 735 7502.