In Koblenz hat sich nach dem Krieg 1946 der AWO Ortsausschuss Koblenz neu gegründet, denn die AWO war während des Nationalsozialismus verboten, weil die Werte der AWO Freiheit, Toleranz, Gleichheit und Gerechtigkeit, nicht in das Weltbild der Diktatur passten.
Fünf Frauen waren es, Anna Hans, Sophie-Schwarzkopf, Maria Detzel, Else Gondershausen. Frau Lorgenstein und Frau Schellenbach und zusammen mit ca 40 Helferinnen begann die Arbeit unter schwierigsten wirtschaftlichen Bedingungen. In einer Baracke vor dem Schloss wurden Lebensmittel und Kleidung an ausgebombte Mitbürger und Mitbürgerinnen verteilt. Es gab eine Nähstube und eine Kinderspeisung.
70 Jahre danach lud der AWO-Kreisverband deshalb zu einer Geburtstagsfeier auf dem Außengelände des Übernachtungsheims für wohnungslosen Menschen in der Herberichstraße ein.
Trotz widriger Wetterbedingung waren viele Gäste erschienen, um der AWO-Koblenz zu gratulieren.
Die Kreisvorsitzende Christiane Heinrich-Lotz konnte neben dem Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig auch die Bürgermeisterin Marie Theres Hammes-Rosenstein mit einigen ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, den Sozialstaatsekretär David Langner, Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger und die Landtagsabgeordnete Dr. Anna Köbberling, begrüßen.
Der Oberbürgermeister ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der sozialen Arbeit in einem funktionierenden Gemeinwesen ein und betonte, dass die jüngste Herausforderung, die Integration der Zugewanderten nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den Wohlfahrtsverbänden gelingen wird.
Sozialstaatsekretär David Langner stellte in den Mittelpunkt seiner Rede die gute Zusammenarbeit des Landes Rheinland-Pfalz mit der AWO-Koblenz im Bereich der Wohnungslosenhilfe. Die AWO-Koblenz betreibt mit der Integrationseinrichtung Sophie-Schwarzkopf-Haus und Arbeitsangebote zur Integration der Wohnungslosen in einer Holzwerkstatt und in dem Unikatekaufhaus eine stationäre Einrichtung. Die AWO-Kreisvorsitzende Christiane Heinrich-Lotz bedankte sich auch bei den anderen Wohlfahrtsverbänden mit denen man produktiv zum Wohle der Menschen zusammenarbeite, bei der Hochschule Koblenz für die wissenschaftliche Begleitung der Wohnungslosenarbeit und beim Job-Center Koblenz.