Für die jährliche 6-Tages-Fahrt hatte der Ortsverein Rauental der Koblenzer AWO Ostfriesland ausgewählt. Pünktlich Montagmorgen um 08:00 Uhr startete die Tour. Über die Autobahnen A61 und A3 ging es in Richtung Norden. Kurz hinter Köln wurde die erste Pause eingelegt. Alle konnten sich mit einem kleinen Frühstück, bestehend aus Fleischwurst, Brötchen und für die Damen ein Pikkolo, für die Herren ein Bier stärken. Nach der ausgiebigen Pause ging die Fahrt weiter zur Autobahn A 31, die vom Ruhrgebiet aus die schnellste Verbindung nach Ostfriesland ist. Bei Rhede verließ unser Bus die Autobahn, um die Raststätte Olle Rheen zur Mittagspause anzusteuern. Frisch gestärkt startete die Reisegruppe zur letzten Etappe der Tour.
Das Hotel Hof-von-Hannover in Wittmund war das Ziel. Hier angekommen konnte jeder schnell sein Zimmer beziehen, und sich vor dem Abendessen noch ein wenig auszuruhen. Am nächsten Morgen hatte sich der Wind des Vortages gelegt, und die Reisegruppe konnte wie geplant zu ihrem ersten Ausflug vor Ort starten. Der Hafen von Bensersiel wurde angesteuert. Hier wechselte man das Transportmittel, stieg um auf die Fähre zur Insel Langeoog. Bei strahlendem Sonnenschein und ruhiger See erreichte das Schiff schnell den Inselhafen. Dort wartete schon die Inselbahn auf die Fahrgäste.
Da Langeoog eine autofreie Insel ist, kann man die Stadt Langeoog nur zu Fuß, per Fahrrad oder, ganz bequem mit der Inselbahn erreichen. Am Nachmittag ging es dann mit der Inselbahn wieder zum Hafen, mit der Fähre wieder nach Bensersiel und dem Bus zurück zum Hotel.
Der zweite Urlaubstag stand im Zeichen des ostfriesischen Nationalgetränks, dem Tee. Aus diesem Grund fuhr die Gruppe nach Leer. Dort wurde sie bereits im Teemuseum der Firma Bünting erwartet. Einigen Erklärungen zur Herkunft und Verarbeitung des Tees startete eine gemütliche typisch ostfriesische Teestunde. In dieser Teestunde lernten die Teilnehmer wie man richtig Tee trinkt in Ostfriesland. So mit Kluntje (Kandiszucker) und Wulkje (Sahne), und auch, dass der höfliche Gast spätestens nach der dritten Tasse Tee den Teelöffel in die Tasse legt, und dem Gastgeber damit signalisiert, dass er keinen Tee mehr möge. Es blieb noch ausreichend Zeit die Stadt zu erkunden bevor es wieder zurück zum Hotel ging unterhielten nach dem Abendessen „De Tresackspölers“ die Gäste mit typisch norddeutscher Musik und dem einen oder anderen Ostfriesenwitz.
Für Tag drei war die Stadt Jever das Ziel. Hier hatten alle genügend Zeit für einen Stadtbummel. Kurz vor der Rückfahrt konnten die Reisenden noch das Glockenspiel und dem damit verbundenen Reigen der Traditionsfiguren am Hof von Oldenburg bewundern. Der letzte Tag war der Stadt Wittmund gewidmet. Ein Bummel durch die Innenstadt. Hands of Fame, hier sind die Handabdrücke berühmter Personen in die Straße eingelassen und der Brunnen von Jan Schüpp, dem typischen Ostfriesen, sind nur zwei Sehenswerte Punkte der Stadt. Am Abend stand das Kofferpacken auf dem Programm. Der eine oder andere Reiseteilnehmer hat neben seinen Sachen wohl auch etwas von dem schönen Wetter der Woche eingepackt. Denn pünktlich zum Start der Rückfahrt begann es zu regnen. So ging auch dies Reise wieder zu Ende, und alle freuen sich auf die Tour 2017.