„Gut gemacht!“. Mit diesen Worten kommentierte stolz die Einrichtungsleiterin Frau Claudia Schmitt die erfolgreiche Zertifizierung des neuen Wohnbereiches. Die Einrichtung erhielt zum fünften Mal das Böhm Zertifikat für den Wohnbereich von Demenzkranken. Mit der Umsetzung des Modells auf einem Wohnbereich wurde Mitte 2008 begonnen. Das Zertifikat bestätigt, dass die Mitarbeiter dieser besonderen Wohnbereiche ein vertieftes Pflegeverständnis durch das intensive Auseinandersetzen mit der Biografie der Betroffenen haben. Alle zwei Jahre muss das Zertifikat erneut erworben werden. Durch kontinuierliche Mitarbeiterschulungen, Einführung einer speziellen Dokumentation, konzeptionellen Veränderungen und entsprechender Milieugestaltung wurde an der Umsetzung gearbeitet.

 

Die Bewohner können sich dort frei bewegen und im dazu gehörigen Garten die Natur weitestgehend eigenständig erleben. Sie sind hier durch den eigenen und für sich abgetrennten Bereich geschützt und können intensiver und spezialisierter betreut werden.

Die Räume und Infrastrukturen dieses neuen Wohnbereichs werden diesen Bedürfnissen in besonderer Art und Weise gerecht. Sie sind die konsequente Weiterführung des Betreuungsmodells nach Prof. Erwin Böhm, das neben der körperlichen Pflege vor allem auf die Seelenpflege älterer Menschen zielt.

 

„Verwirrt nicht die Verwirrten“ – das ist die Leitidee, die hinter dem psychobiographi-schen Pflegemodell von Professor Böhm steht. Erwin Böhm ist Begründer des Psychobiographischen Pflegemodells und gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Pflegeforscher.

 

Die Angehörigen werden intensiv mit eingebunden. Dabei ergeben sich viele Gelegenheiten zum Gedankenaustausch und zur konstruktiven Kritik. Dabei geäußerte Anregungen werden aufgenommen und fließen in den Arbeitsalltag ein.

Das Böhm Modell wird im AWO Seniorenzentrum Höhr-Grenzhausen erfolgreich gelebt.