Frisch geimpft ist halb gewonnen

Ja, wir haben es geschafft. Wir wurden zum zweiten Mal geimpft. Das Warten darauf hat Kraft gekostet. Nun sind wir durch und bemühen uns weiterhin um Nachimpfungen. Die beiden Impftage haben uns in der Vorbereitung viel Zeit, viel Verwaltungsaufwand, viel Kommunikationsaufwand gekostet. Und das hat sich gelohnt. Wir wissen noch nicht viel über die Dauer der Immunität, das Risiko sich doch anzustecken, Viren zu verbreiten. Nein, das wissen wir nicht.

Was wir spüren ist eine immense Erleichterung. Endlich kehrt das zurück, was wir schmerzlich vermissten. Ein Gefühl der Sicherheit. Sicherheit im Alltag. Wir können uns mehr trauen.

Ja, natürlich werden wir weiter die Hygieneregeln beachten. Warum sollten wir dies quasi auf der letzten Etappe aufgeben? Die Hygieneregeln, die nicht müde werdende Aufmerksamkeit, die Disziplin haben uns durch diese Zeit getragen. Das ist wirklich eine große Leistung.

Wir haben uns konzentriert. Unsere Energie ganz nach innen gerichtet. Alle neuen Maßnahmen, aktuellen Landesverordnungen transparent und nachvollziehbar für Bewohner*innen, Mitarbeiter*innen und Angehörige angekündigt und diskutiert. Unser Handeln sollte für die Betroffenen öffentlich sein. Die Öffentlichkeit vor der Haustür ist in der Prioritätenliste nach hinten gerutscht.

Wir haben Unterstützung erfahren. Von freiwilligen Helfer*innen, sogar für die Testungen konnten wir fünf Frauen gewinnen. Von Angehörigen. Einfach von lieben Menschen.

Das ist gut, das ist sehr gut. Und wir brauchen sie auch weiterhin.                                                                                                               Text: Patricia Geil-Sozialdienstleitung