Bei herrlichem Wetter und mit viel guter Laune machte sich Die AWO Irlich und Freunde auf den Weg in den Thüringer Wald. Über Gießen fuhren wir auch schon den ersten Stopp unserer Reise an. Bei der obligatorischen Kaffeepause an einem Rastplatz und schnell organisiertem Kaffee, hatte jeder Zeit sich die Füße zu vertreten und sonstiges zu erledigen. Weiter ging es in Richtung Eisenach. Unser Ziel, nämlich

die Wartburg, erreichten wir kurz vor Mittag. Mit dem Shuttle Service wurden wir bis zur Wartburg hochgefahren. Wir hatten genügend Zeit uns die Burg anzuschauen. Der Legende nach soll Ludwig der Springer im Jahr 1067 beschlossen haben, hier auf dem Felskegel eine Burg zu bauen. Bei klarem Wetter hat man die Möglichkeit weit in den Thüringer Wald zu schauen. Einige nutzten auch die Zeit für einen kleinen Imbiss im

Burgkaffee. Dann ging die Fahrt weiter zu unserem Hotel in Ilmenau – Manebach. Im Hotel Thüringer Wald wurden wir von Frau Manebach und Herrn Göbel  mit Musik und einem Begrüßungsgetränk recht herzlich begrüßt. Nach verteilen der Zimmerschlüssel wurden unsere Koffer auf die Zimmer gebracht und man hatte Zeit sich für das Abendessen fertig zu machen. Am nächsten Morgen ging es dann nach Lengenfeld unterm Stein zur Kanonenbahn. Mit einem kleinen Elektrozug fuhren wir ein Stück auf der alten Bahnlinie. Unser fachkundiger Begleiter erzählte uns von der Entstehung der Bahnlinie. Sie wurde ab 1800 zur Entlastung der Zugstrecke Berlin – Koblenz nur für das Militär gebaut. Daher bekam sie von der Bevölkerung den Namen „Kanonenbahn“. Heute kann man auf einigen Teilstrecken, wie hier in Lengenfeld, über eine lange Brücke, sowie auch einige Tunnel fahren. Auch kann man mit Muskelkraft mit einer Draisine die Strecke erkunden. An einem kleinen Bahnhof konnten wir uns die Füße vertreten und von unserem Zugbegleiter bekamen wir noch einige Informationen. Nach ca. 1 ½ Stunden kamen wir wieder an unserem Ausgangspunkt an. Jetzt ging es weiter zum Mittelpunkt (Geographisch) von Deutschland nach Niederdorlar. Ein großer Findling mit einer Gedenktafel lud uns förmlich ein, ein Gruppenbild zu machen. Zurück ging es dann zum Hotel zum Abendessen. Am nächsten Tag war der Besuch von Weimar und Erfurt vorgesehen. Mit Herrn Göbel, als Reiseleiter, fuhren wir dann zunächst nach Weimar. Er gab uns auf der Anfahrt viele Informationen über die Stadt Weimar. Angekommen gingen wir vorbei am Reiterstandbild von Herzog Carl August durch die Fußgänger Zone bis zum alten Nationaltheater. Vor diesem stehen die großen Figuren Schiller und Goethe auf einem Sockel. Hier verbrachten wir einige Zeit  bei einem leckeren Eis bevor wir wieder weiterfuhren.

Unser nächstes Ziel war Erfurt. Hier stand nun zunächst die Besichtigung des Mariendoms auf dem Plan. Dann ging es durch die Fußgänger Zone zur bekannten Krämerbrücke. Dieses Highlight darf man sich nicht entgehen lassen. Man läuft über die Brücke ohne diese zu sehen, denn auf beiden Seiten befinden sich Wohn und Geschäftshäuser. Um die Brücke sehen zu können musste man um die Ecke gehen und dort sah man die Brückenpfeiler, die Häuser und die Gera. Auch dieser ereignisreiche Tag näherte sich dem Ende und man freute sich auf das Abendessen im Hotel. Der Sonntag begann nach dem Frühstück mit der Fahrt nach Schmalkalden. Dort stand der Besuch der VIBA Nougat Welt auf dem Programm. Hier konnte sich jeder nach Belieben im Hause umsehen und die diversen Schokoleckereien in Augenschein nehmen und wer wollte auch probieren. Eine kleine Gruppe nahm an einem Schnupperkurs teil. Hier schuf dann jeder seine eigene Kreation an Schokoladentafel mit Dekor. Mit viel Hallo wurde dieser Kurs von den Teilnehmern absolviert und diejenigen die nicht daran teilnahmen, konnten die Gruppe von außen durch die Glasscheibe beobachten. Auch dieser Aufenthalt ging schnell vorbei und wir fuhren dann in Richtung Oberhof. Selbstverständlich war der Stopp an der Skisprungschanze Oberhof Pflicht.

Weiter ging es vorbei an der Bobbahn und Biathlonstrecke nach Oberhof. Hier wurden wir schon in der Glasstube erwartet. Die praktische Vorführung an offener Flamme und die Erklärungen des Glasbläsers vollendeten das Ganze. Jetzt ging es wieder zum Hotel. Hier war nach dem Abendessen ein Musikabend mit dem Alleinunterhalter  Werner angesagt. Schnell hatte dieser seine Gäste im Griff. Da auch einige von uns mit diversen Musikinstrumenten, z.B. Teufelsgeige, Holzrassel und Tambour mit machten war die Stimmung gut. Mit seinen Akkordeon Liedern wurde er dann auch stimmlich von uns unterstützt. Dies förderte die Stimmung im Saal und musste mit Wehmut erkennen dass am nächsten Morgen schon die Heimfahrt begann. Der nächste Morgen begann mit einem ruhigen Frühstück und die Koffer wurden verladen.

Der zur Abfahrt bereit stehende Bus wurde noch von Frau Manebach besucht, die uns zum Abschied auf ihrem Akkordeon ein Abschiedslied spielte. In bester Stimmung begann nun die Heimreise. Aber es wartete noch eine Überraschung auf die Reisegruppe. Wir alle kennen den Wald und die Bäume, aber keiner hat die Baumwipfel in großer Höhe erlebt. Deshalb fuhren wir jetzt in den Nationalpark Hainich zum Baumwipfelpfad. Hier kann man in 25 – 40 Meter Höhe auf festgelegten Wegen sich die Baumwipfel aus nächster Nähe anschauen. Hier ist es möglich, dass auch Personen die mit Rollator, sogar mit Rollstühle unterwegs sind, dieses zu erleben. Denn ein Lift bringt sie in die Höhe und man kann dann in luftiger Höhe einen Spaziergang machen. Unten ist der Waldboden, über uns der blaue Himmel und wir laufen zwischen den Baumwipfeln durch, ein besonderes Erlebnis. Doch wir müssen jetzt wieder zurück zum Bus um die Heimfahrt endgültig anzutreten. Ein besonderer Dank geht auch an unseren Busfahrer Thomas der uns die ganze Zeit besonnen und sicher gefahren hat. Alle waren bei der Ankunft in Irlich der Meinung, dass sich diese Tour wieder gelohnt hat und man hofft auf die nächste Tour im nächsten Jahr.