Bereits in der Bezirkskonferenz 2016 fand der Antrag des Sozioalpolitischen Fachausschusses (SoPo) der AWO Rheinland Zuspruch. Mit dem Antrag werden der Bundesgesetzgeber und die Landesgesetzgeber aufgefordert, die rechtlichen Voraussetzungen so zu ändern, dass ältere Menschen es leichter haben, einen Parkausweis zu erhalten, mit dem sie auf Behindertenparkplätzen parken können. In Rheinland-Pfalz muss dafür bisher eine außergewöhnliche Gehbehinderung, Merkmal aG, vorliegen.

„Die Hürden zur Erlangung des Merkmals “aG” sind enorm hoch. Wer mit dem Rollator noch 80 Meter gehen kann, hat zum Beispiel keine Chance“, erklärt Klaus Gewehr, Kreisvorsitzender Rhein-Hunsrück und Vorsitzender des Sozialpolitischen Fachausschusses der AWO-Rheinland. Doch was ist mit den Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die zwar noch Autofahren können, aber aufgrund ihrer Behinderung auf normalen Parklätzen nicht aussteigen können weil sie einen größeren Platz zwischen den geparkten Kraftfahrzeugen brauchen? Ist es zumutbar, dass diese Menschen weit abseits des Eingangs parken und lange Wege in Kauf nehmen müssen? „Nein“, hat auch die Bezirkskonferenz dazu beschlossen. Dementsprechend wurde der Antrag des Sozialpolitischen Fachausschusses zur Diskussion in die Bundeskonferenz weitergeleitet.

Die Bundeskonferenz ist das höchste Beschlussorgan der Arbeiterwohlfahrt. Sie bestimmt über die sozialpolitischen, fach- und verbandspolitischen Grundlagen. Sie ist außerdem zuständig für die Beschlussfassung über Satzung, Statut, Grundsatzprogramm etc..

Der Antrag zur vereinfachten Erlangung eines Parkausweises für behinderte Menschen wurde am 27.11.16 von der Bundeskonferenz angenommen und wird nun an die Politik weitergeleitet.