Mit 19 Personen fuhr die Karthäuser AWO am Sonntagmorgen, den 5. Juni von der Karthause Richtung Bayern. Nach einigen kurzen Pausen erreichten sie Ihr Ziel im Bayerischen Wald, das Hotel Arberblick in Lohberg. Die Zimmer in Landhausstil und direkt am Waldrand gelegen boten einen einmaligen Blick auf die umliegenden Bayerwaldberge.

Am Montag ging es Richtung Passau, zu einem Orgelkonzert im barocken Stephansdom. Die alte Stadt, zwischen Donau, Inn und Ilz ist sowohl für Kulturinteressierte als für Besucher auf Durchreise mit ihren kleinen Läden, charmanten Gassen und barocken Gebäuden eine Reise wert.

Mit dem Kristallschiff starteten die Urlauber zu einer Erlebnisrundfahrt von Passau nach Kasten in Österreich und zurück. Zahlreiche Kristall- und Wassersehenswürdigkeiten am Bord dieses Kristallschiffes begeisterten allen.

Dienstag besuchte die Gruppe Marienbad, ein bekannter Kurort im sogenannten 3-Bädereck. Hinter der deutsch-tschechischen Grenze erzählte Busfahrer Norbert von Fauna und Flora des Böhmischen Waldes und machte auf Störche aufmerksam, die direkt an Straßenrand ihr Nest gebaut hatten. Die Stadt wurde mit einer lokalen Reiseführerin erkundet. Ihre Erklärungen ließen von der Zeit träumen, als der britische König Edward dort seine Erholung suchte und sich mit den anderen Fürsten aus dieser Zeit traf.

Auch Goethe und Wagner suchten und fanden in der Ruhe des Kurortes Inspiration. Dass der Abt Anteile des Klostereigentums für den Aufbau der Stadt verwendete und die eifersüchtigen Ordensbrüder ihm Verschwendung vorwarfen, hatte keine Nachteile für die stetig wachsende Stadt. Abt Reitenberger bekam ein Denkmal und dank des hervorragenden Rufs des Bades überlebte Marienbad die zwei Weltkriege und das Ende des kalten Krieges. Nach 1989 wurden die staatlichen Kureinrichtungen renoviert, Wir konnten bei herrlichem Sonnenschein genießen von der Ruhe des Kurparks in der Nähe der singenden Fontäne.

Die darauffolgenden zwei Tage ging es zum kleinen Arbersee, gebettet zwischen den Bergen, als Relikt aus der Eiszeit. Wer keine Lust hatte den Rundwanderweg um den See zu erkunden, konnte am Rand des Wassers die Aussicht bei einem Getränk und einer bayerischen Spezialität genießen.

Lohberg herbergt auch einen charmanten Zoo mit ausschließlich einheimischen Tierarten.

Am letzten Tag ging es zum großen Arbersee. Entlang der Glasstraße, die teils durch den Bayerischen Wald verläuft, gibt es zahlreiche Glashütten, wo man bei einem Essen oder Getränk die alte Glaskunst kann bestaunen.

Natürlich wollten sich die Gruppe den Besuch einer Schnapsbrennerei nicht entgehen lassen. Ob Blutwurz, Bärwurz, Kräuter- oder Sahneliköre – es war für jeden Geschmack was dabei.