So schmeckt der Herbst – ein Traumpaar zum Weinfest

Die Weinlese an Lahn, Rhein und Mosel ist in vollem im Gange. Der „neue Wein“, auch „Federweißer“ genannt, erfreut sich in der Rhein-Lahn Region großer Beliebtheit. Zwiebelkuchen ist im Herbst der traditionelle Begleiter des neuen Weins. So verbrachten deshalb auch 28 Bewohner der AWO Residenz Oranienstein in Diez einen gemütlich-geselligen Nachmittag bei sehr guter Verköstigung im Foyer. Nadine Kaminski (Mitarbeiterin Service und Betreuung) berichtet: „Café Auszeit aus Diez lieferte den Zwiebelkuchen, Getränke Königstein aus Runkel den Federweißen.“ Für den Service waren Nadine Kaminski und Maritta von Angern (Mitarbeiterinnen Service und Betreuung) sowie Katharina Neumann (Leitung Betreutes Wohnen) zuständig. Für die Dekoration der Veranstaltung hatte Maritta von Angern im Vorfeld gesorgt. Die Herbstdekoration hatte passend zum Weinfest im Hause Einzug gehalten. „Wie heißt es so schön: Das Auge isst mit“, sagte Maritta von Angern.

Doch was ist eigentlich Federweißer? Federweißer ist ein aus weißen Rebsorten gepresster Traubenmost, dessen alkoholische Gärung gerade erst begonnen hat und der noch keiner Filtration unterworfen war. Als Federweißer werden alle Zwischenstufen vom weißen Traubenmost bis zum fast durchgegorenem Jungwein bezeichnet. Die Hefezellen, die der Federweißer als Schwebstoffe enthält, verleihen ihm wegen ihrer federweißen Farbe den Namen. Im Frühherbst wird Federweißer aus früh reifenden Rebsorten hergestellt. In der Regel werden dazu nur Trauben verarbeitet, die nicht das Potential zu einem hochwertigen und lagerfähigen Prädikatswein haben. Federweißer schmeckt spritzig und süß, wie eine Art Traubenlimonade. Bedingt durch die fortschreitende Gärung lässt sich Federweißer nur kurz lagern, nach einigen Tagen sollte er aufgebraucht sein.

„Der Federweiße enthält Milchsäurebakterien und einen hohen Anteil an den Vitaminen B1 und B2. Außerdem wirkt er positiv auf die Verdauung. Na dann steht einem Stück herzhaften Zwiebelkuchen und einem kühlen Glas frischen Federweißen nichts entgegen! Mein herzlicher Dank gilt Nadine Kaminski und Maritta von Angern, die den Bewohnern einen angenehmen Nachmittag bescherten und mit Herzblut zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen“, so Katharina Neumann.