Vorlesefunktion aktivieren:

100 Jahre AWO – Inklusion betrifft uns alle
Unter dem Motto: “ Die Zukunft beginnt mit Dir“, lud der Behindertenbeirat der Stadt Worms zur Teilnahme am ersten Inklusionsfest in Worms ein.
Viele Verbände und Organisationen nahmen teil und zeigten auf, was Inklusion bedeutet: Jeder Mensch, ob mit oder ohne Behinderung gehört zur Gemeinschaft und zur Gesellschaft dazu. Inklusion ist Menschenrecht und auch wir als AWO setzten uns dafür ein.

Das AWO Haus der Generationen Remeyerhof beteiligte sich aktiv an der Organisation. Es stellte bei dem Fest seinen Demenzparcour und den Altersanzug „Gert“ vor. Der Aufbau war nass, es regnete und der Maisamstag war sehr unterkühlt. Das beeinträchtigte aber nicht die Stimmung im Pavillion des Remeyerhofes. Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützten die Ehrenamtskoordinatorinnen Isabel Neubauer und Heike Jennewein und die Praxisanleiterin Carola Walter beim Auf- und Abbau und bei den vielen angebotenen Aktivitäten.

Demenzparcour
Das Interesse an dem Demenzparcour war gross. Die Besucher konnten in diesem Parcour selbst erfahren, wie es sich anfühlt,im Alltag eingeschränkt zu sein. Eine Aufgabe ist es z.B., in einem Kasten, bei dem nur über einen Spiegel die eigenen Handlungen beobachtet werden können, ein Abendessen herzurichten. Kaum jemanden gelang das auf Anhieb und während noch viel über die eigene Ungeschicklichkeit gelacht wurde, siegte doch schnell die Erkenntis, dass eine dauerhafte Beeinträchtigung das Leben erheblich erschwert Unterstützung benötigt wird und durchaus auch die Lebensfreude beeinträchigt wird.

Altersanzug „Gert“
Der Altersanzug „Gert“ zeigte den Besuchern auf, wie es sich anfühlt, wenn der Körper altert, die Gelenke steif werden, das eigene Körpergewicht unter den schwächer werdenen Muskeln nicht mehr gut kontrolliert werden kann, das Gehör und die Sehkraft nachlässt. Serdar Utzatmatz, Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Community, zeigte sich nach seinem Selbstversuch sehr beeindruckt:“Ich habe heute eine bewegende Erfahrung gemacht, die mir sehr zu denken gibt“. Der Blick auf das Alter wird bewußter und das Verständis für alte Menschen tiefer.

Eine ähnliche Erfahrung machte Carlo Riva, der Spezialhandschuhe ausprobierte, die u.a. Parkinsonerkrankung simulieren. Mit diesen ist es ab einer bestimmten Stufe des Zitterns nicht mehr möglich, Gegenstände sicher zu ergreifen, bis hin zu einer Lähmung, bei der jede Bewegung schmerzhaft ist.
Timo Horst, Vorsitzender des AWO Kreisverbandes Worms-Stadt e.V. ließ sich genau über die Angebote aufklären und führte mit den Veranstaltern rege Gespräche.

Aktive Ehrenamtliche
Norbert Reisinger, ansonsten wöchentlich als Pflegeclown im Remeyerhof aktiv, erfreute die Kinder und Besucher mit selbsthergestellten Luftballontieren. Die Kinder standen Schlange, um eines der begehrten Tiere zu erhalten. Die Wartezeit verkürzten sie sich mit den leckeren Waffeln, die die Ehrenamtlichen Maria Schweizer und Gerlinde Gruber herstellten.

Das Zeichen für Inklusion ist gelungen, seid alle dabei!