Zu einer Bilder-Zeitreise durch das alte Metternich hatte die AWO Koblenz-Metternich Mitglieder und Freunde eingeladen. Eng zusammenrücken musste man im Pfarrheim St. Johannes, damit alle Interessierten Platz fanden. Alte Postkarten, mit moderner Computertechnik visualisiert, zeigten Ansichten vom alten Metternich, von der Jahrhundertwende bis in die Sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts, an die sich so manche Alt-Metternicher noch erinnerten. Informationen und Hintergrundwissen, mit kleinen Dorfgeschichtchen veranschaulicht, bot der Besitzer dieser kostbaren Sammlung, Rolf-Dieter Eger, dar. Seine Postkartensammelleidenschaft geht auf ein paar vom Großvater verschenkte Karten zurück. Daraus entstand im Laufe der Zeit eine große Sammlung, die Ansichten von Koblenz und umgebende Ortsteile umfasst. An diesem Nachmittag wurden daraus 60 Ansichten ausgewählt, die Metternich in  Panorama-Aufnahmen und Zeichnungen, aufgenommen vom Kimmelberg, Ansichten von der Trierer Straße (mit Straßenbahn!), den Ort mit seinen vielen Geschäften und Gaststätten, Arbeiter der Closterbrauerei und Freizeitmöglichkeiten an der Mosel zeigten. Wer weiß heute noch, was und wo die „Marienlust“ war? (Auflösung unten)

In der Kaffeepause stärkten sich die Gäste an leckeren Kuchen und belegten Brötchen, und es fand ein reger Gesprächsaustausch, auch  über die bisher gesehenen Bilder, statt.

Die AWO Metternich bedankte sich sehr herzlich bei Rolf-Dieter Eger für die Impressionen und die Erinnerung an „alte Zeiten“. Doch die Arbeiterwohlfahrt, die in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen feiert, verharrt nicht in Nostalgie, sondern setzt sich mit großem Engagement für die Herausforderungen der Gegenwart ein. Dies war das Anliegen ihrer Begründerin  Marie Juchacz, die zu den ersten Frauen in der Weimarer Nationalversammlung gehörte, und ist auch heute noch das Ziel aller ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die AWO Metternich bietet ihren 160 Mitgliedern  mit einem vielfältigen Jahresprogramm die Möglichkeit zu einem geselligen Miteinander, zu Informationsaustausch und zur Teilnahme an traditionellen, jahreszeitlichen Veranstaltungen.

Auflösungder Frage oben: Die Marienlust war  ein „Familien-Pensionat, Sommerfrische und Garten-Restaurant“ an der Mosel und  befand sich auf dem heutigen Gelände des „Yacht Club Rhein-Mosel e.V.“ .