Vorsorgevollmacht – für den Ernstfall bereit sein

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Vorsorgevollmacht – für den Ernstfall bereit sein

SPD und AWO Alzey-Worms informieren in schwierigen Lebenslagen

Wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen, wurde bei einem Informationsabend des SPD-Unterbezirks Alzey-Worms und des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Westhofen deutlich. Dr. Anton Miesen, Leiter der Gesundheitsabteilung des öffentlichen Gesundheitswesens a.D., referierte über das Thema Vorsorgevollmacht und nahm sich im Anschluss die Zeit, um auf die Fragen der Anwesenden einzugehen.

„Eine Vorsorgevollmacht ist eine Angelegenheit, die nicht nur ältere Menschen betrifft, sondern auch bereits in jungen Jahren sehr sinnvoll ist. Viele Menschen denken, dass im Ernstfall automatisch der Ehepartner oder die Eltern berechtigt sind, entsprechende Entscheidungen zu treffen, wenn jemand selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. Das ist aber falsch,“ erläuterte Dr. Miesen. Es solle sich jeder überlegen, eine Person seines Vertrauens damit zu bevollmächtigen, Dinge des täglichen Lebens zu erledigen, wenn man selbst nicht mehr fähig ist, diese zu organisieren. Viele konkrete Dinge können mit einer Vorsorgevollmacht auf eine andere Person übertragen werden, seien es Bankgeschäfte, Wohnungs- und Behördenangelegenheiten oder die Gesundheitssorge.

„Nachdem wir vor kurzem eine Veranstaltung zur „Patientenverfügung“ durchgeführt haben, wurde von vielen Menschen der Wunsch an uns herangetragen, auch das Thema „Vorsorgevollmacht“ aufzugreifen,“ so Kathrin Anklam-Trapp, Vorsitzende des SPD-Unterbezirks und als Landtagsabgeordnete auch gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. „Mit Dr. Anton Miesen steht uns dabei ein ausgewiesener Fachmann zur Verfügung.“ Miesen erläuterte in seinem Referat Punkt für Punkt die Vordrucke der Vollmacht und ging auf alle entstehenden Fragen der Zuhörer ein.

Er schlug auch vor, die Vollmacht gegen eine geringe Gebühr vom Notar beglaubigen zu lassen, da sie dann in der Bundesnotarkammer hinterlegt bzw. gespeichert wird.

Ursula Orth, Kreisvorsitzende der AWO Alzey-Worms, konnte aus eigener Erfahrung darüber berichten, welche Probleme entstehen können, wenn keine entsprechende Vorsorge getroffen wurde. So solle man unbedingt darauf achten, dass eine Vollmacht auch „über den Tod hinaus“ gelten solle, um eine ordnungsgemäße Abwicklung der Formalitäten nach dem Tode zu gewährleisten.

2017-11-16T09:08:43+00:00September 20, 2017|Kategorien: Kreisverband Alzey-Worms, Neues aus den Kreisverbänden im Rheinland|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Hildegard 30. August 2018 um 07:36 Uhr - Antworten

    Meiner Meinung nach ist eine Vorsorgevollmacht ein ganz zweischneidiges Schwert. Meinem Vater wurde im Heim aufgrund seiner handschriftlichen Verfügung sogar die Gabe einer Infusion verweigert, als er sehr stark dehydriert war. Der Arzt meinte nur, dass die Menschen nicht wissen, was sie tun, wenn sie so etwas verfassen.

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