Blog der AWO Rheinland

ökumenischer Erntedankgottesdienst

„Dankbar zurückschauen – dankbar heute leben“. Die Bewohner und Bewohnerinnen der Diezer Seniorenheime feierten gemeinsam Erntedank.

Mit einem sehr gut besuchten ökumenischen Erntedankgottesdienst wurde mit den Bewohnern und Bewohnerinnen beider AWO Häuser Am Hain in Diez das Erntedankfest gefeiert. Die Mitarbeitenden hatten den Erntedankaltar mit viel Liebe vorbereitet und mit den Früchten des Herbstes geschmückt. Marianne Born umrahmte, wie jeden Freitag, den Gottesdienst musikalisch mit herbstlichen Liedern. Der Gottesdienste wurde von Margot Kalkofen (evangelische Prädikantin) und Hilmar Dutine (katholischer Altenheimseelsorger) gemeinsam gestaltet.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Bild eines großen Erntekorbes, wie ihn viele der Bewohnerinnen und Bewohner noch aus früheren Zeiten kennen. Früher wurden darin Äpfel, Kartoffeln oder Birnen gesammelt. Oft war der Korb so voll, dass man ihn kaum tragen konnte.
Dieses Bild übertrugen die Zelebranten auf das eigene Leben. Wie ein Erntekorb füllt sich auch unser Leben im Laufe der Jahre mit vielen unterschiedlichen Erfahrungen. Dazu gehören schöne Erinnerungen an Familienfeste, die Geburt von Kindern oder gemütliche Nachmittage im Garten. Aber auch Abschiede, Krankheiten und schwere Zeiten haben ihren Platz im Lebenskorb.
Die Predigt erinnerte daran, dass Erntedank nicht bedeutet, dass immer alles gut gewesen ist. Vielmehr geht es darum, trotz aller Schwierigkeiten das Gute zu entdecken und dafür dankbar zu sein.
Dabei richtete sich der Blick nicht nur auf die Vergangenheit. Auch heute gibt es viele kleine Kostbarkeiten. Dies können ein freundliches Gespräch, ein Besuch, ein schönes Lied oder ein Sonnenstrahl am Fenster sein.
Begleitet von dem Psalmwort „Du gibst ihnen, sie sammeln ein; du öffnest deine Hand, sie werden satt“ waren die Bewohnerinnen und Bewohner eingeladen, auf ihren eigenen Lebenskorb zu schauen und sich zu fragen, wofür sie Gott danken möchten.
So wurde Erntedank zu einer Einladung, auf das eigene Leben zurückzublicken und dankbar zu sein – nicht, weil alles perfekt war, sondern weil wir trotz allem immer wieder Grund zur Dankbarkeit finden.

(Text & Bild: Hilmar Dutine / Gemeindereferent und Altenheimseelsorger Katholische Pfarrei St. Christophorus Diezer Land)

 

 

 

 

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