Das Bundesjugendtreffen aller Jugendwerke der AWO in Deutschland im Brexbachtal
Ein Wochenende voller Austausch, Engagement und Inspiration
Vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2025 fand im wunderschönen Brexbachtal das diesjährige Bundesjugendtreffen statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung in Zusammenarbeit von Bundesjugendwerk und dem Bezirksjugendwerk der AWO Rheinland.
Etwa 180 junge Menschen aus ganz Deutschland kamen zusammen, um gemeinsam ihre Ideen, Erfahrungen und Visionen für eine gerechtere Gesellschaft zu teilen. Das Treffen war geprägt von vielfältigen Aktivitäten, intensiven Diskussionen und einem starken Gemeinschaftsgefühl.
Ein persönlicher Austausch im Gliederungsabend
Ein besonderes Highlight des Treffens war der sogenannte Gliederungsabend. Hier hatten die einzelnen Jugendwerke die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und mit einem Beitrag zu zeigen, was ihr Gliederung ausmacht. Es wurde deutlich, wie vielfältig die Arbeit der Jugendwerke ist – von sozialen Projekten über politische Initiativen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen. Der persönliche Charakter dieses Abends förderte den Zusammenhalt und das gegenseitige Verständnis unter den jungen Ehrenamtlichen.
Workshops für eine vielfältige Gesellschaft

Ein zentrales Element des Treffens waren die zahlreichen Workshops, die unterschiedliche Themen abdeckten, zu denen auch neben Michael Groß, dem Vorsitzender des Präsidiums vom AWO Bundesverband e.V. auch Michaela Naunheim, Vorständin des AWO Bezirksverband Rheinland e.V. und Eva Neef, Leitung Geschäftsbereich Soziale Dienste und Verbandsarbeit im Bezirksverband anwesend waren.
Beim Grundsatzprogramm des Bundesjugendwerks wurden die Grundlagen und Werte der Organisation vertieft und intensiv an einer Neufassung gearbeitet. Die Teilnehmenden diskutierten, wie das Grundsatzprogramm in ihrer täglichen Arbeit umgesetzt werden kann und welche Bedeutung es für die zukünftige Ausrichtung der Jugendwerke hat.
Der Workshop Alkohol auf Jugendveranstaltungen beschäftigte sich mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol bei Veranstaltungen für junge Menschen. Es wurden Strategien entwickelt, um sichere und inklusive Räume zu schaffen, in denen sich alle wohlfühlen.
Das Thema FLINTA (Akronym, das für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen steht) nahm einen zentralen Punkt der Veranstaltung ein: Räume, wie z.B. Toiletten und Diskussionsrunden für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans* und agender Personen zu schaffen war den Organisator*innen und der ausrichten Gliederung besonders wichtig. Es ging in Gesprächen um Gleichstellung, Sichtbarkeit und die Bekämpfung von Diskriminierung.
Aber auch Männlichkeit wurde als Thema eines Workshops aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Ziel war es, stereotype Rollenbilder zu hinterfragen und ein vielfältiges Verständnis von Männlichkeit zu fördern.
Der Workshop Diversität, Inklusion und Barrierefreiheit widmete sich den Themen Vielfalt und die Schaffung barrierefreier Räume. Die Teilnehmenden tauschten sich über praktische Ansätze aus, um Inklusion in ihren Projekten und Veranstaltungen zu stärken.
Zudem gab es einen Gestaltungsworkshop für das Bahnhäuschen im Brexbachtal. Kreativ durften junge Menschen das Bahnhäuschen im Brexbachtal gestalten. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der offen für alle ist und die Gemeinschaft im Tal widerspiegelt.
Gemeinschaft und Engagement im Mittelpunkt

Das Bundesjugendtreffen zeigte eindrucksvoll, wie engagiert und motiviert junge Menschen in ihren Gliederungen sind. Trotz der Vielfalt der Themen und Aktivitäten stand stets der Austausch und die Gemeinschaft im Vordergrund. Es wurde deutlich, dass diese jungen Menschen nicht nur ihre eigenen Interessen vertreten, sondern auch aktiv an gesellschaftlichen Veränderungen mitwirken wollen.
Das Treffen im Brexbachtal war eine inspirierende Plattform, um neue Ideen zu entwickeln, Netzwerke zu knüpfen und gemeinsam an einer solidarischen Zukunft zu arbeiten. Die Teilnehmenden kehren mit frischer Energie, neuen Kontakten und einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl nach Hause zurück.
Stimmen aus dem Bezirksverband:
„Es hat mich wirklich beeindruckt zu sehen, mit wie viel Energie, Kreativität und Haltung die jungen Engagierten dieses Treffen auf die Beine gestellt haben. Das war kein Ehrenamt nach Vorschrift – das war Selbstorganisation mit Anspruch, Haltung und Herz. Genau solche Räume braucht es, in denen junge Menschen sich gegenseitig stärken und Gesellschaft aktiv gestalten.“
Michaela Naunheim – Vorständin
„Mich hat die Vielfalt der Workshops imponiert und gezeigt, mit wie viel Engagement das Jugendwerk sich bunt, politisch und kreativ zeigt. Diese Mischung aus Workshops, persönlichen Begegnungen und kreativem Miteinander stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern auch die Motivation, den Wandel aktiv mitzugestalten.“
Eva Neef – Geschäftsbereichsleitung Soziale Dienste und Verbandsarbeit