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Führung in Teilzeit: Was bei der AWO Rheinland möglich geworden ist

Führung in Teilzeit

Führen in Teilzeit – lange galt das als Ausnahme oder Notlösung. Im Projekt „Führung in Teilzeit – Möglichkeiten für alle Führungspositionen der AWO Rheinland in Kooperation mit der AWO Pfalz zeigt sich: Teilzeitführung kann gelingen – strukturiert, wirksam und entlastend. Und sie verändert mehr als nur Arbeitszeiten. Begleitet durch Coaching, kollegialen Austausch und praxisnahe Handlungshilfen haben Führungskräfte neue Wege erprobt, Verantwortung mit reduzierter Arbeitszeit gut auszufüllen. Die Rückmeldungen aus dem Projekt sind eindeutig: Es geht um mehr Klarheit, bessere Organisation – und um spürbar mehr Zufriedenheit.

„Das Projekt bringt viel: Selbstreflexion als Führungskraft, höhere Arbeitszufriedenheit, bessere Arbeitsorganisation. Es ist alles besser, es bringt viel.“

Weniger Präsenz, mehr Wirkung

Viele Teilnehmende berichten, dass sie entspannter führen, bewusster priorisieren und klarer kommunizieren. Auch der Umgang mit Belastung hat sich verändert. Andere heben hervor, wie sehr sie persönlich gewachsen sind. Teilzeitführung wird hier nicht als Defizit verstanden, sondern als Anlass, Führung bewusster zu gestalten – mit klaren Zuständigkeiten, realistischen Aufgabenpaketen und neuen Werkzeugen, auch digitalen.

„Ich bin entspannter geworden. Und ich sitze zu Hause auch nicht mehr so oft am Laptop. Allein das Erfassen der Überstunden hat etwas verändert – wir haben die Arbeit besser organisiert.“

„Ich reagiere besonnener, kann besser Nein sagen, delegiere klüger und bin auch in Stresssituationen entspannter. Das Coaching hat in viele Richtungen die Augen geöffnet.“

Coaching als Schlüssel

Ein wichtiges Element des Projekts war (und ist) das Coaching – flexibel, praxisbezogen und nah an der Realität der Einrichtungen.

„Unsicherheiten und Zweifel, ob das überhaupt funktionieren kann, sind sehr schnell besser geworden. Besonders hilfreich war das Coaching-on-the-Job.“

„Ich wurde früh voll gesehen – nicht nur als Führungskraft. Das schafft Vertrauen und erweitert den Horizont.“

Und wie geht es weiter?

Das Projekt wurde im Rahmen des Programms rückenwind³ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Die Erfahrungen zeigen deutlich: Teilzeitführung braucht mehr als individuelle Lösungen. Sie braucht strukturelle Verankerung. Dazu gehören dauerhaft verfügbare Handlungshilfen, Anbindung an Personalentwicklung, kollegiale Beratung und frühzeitige Begleitung beim Einstieg in Teilzeitführung. Viele Teilnehmende wünschen sich genau das.

„Ich denke noch oft an die Coachings – auch ein halbes Jahr später. Ich empfehle das Projekt weiter und wünschte, es könnte dauerhaft implementiert werden.“

Mehr Raum im Podcast

Vertiefende Einblicke – insbesondere zu strukturellen und politischen Rahmenbedingungen – bietet die Podcast-Reihe „Teilzeit.Talente, Folge „Führung in Teilzeit bei der AWO Rheinland. Dort ist mehr Zeit, um Hintergründe, Entstehung und Perspektiven des Projekts ausführlich zu beleuchten. Eines ist klar: Führung in Teilzeit ist kein Sonderweg. Sie ist ein Zukunftsmodell – eines, das die AWO Rheinland mitdenkt.

www.teilzeittalente.de/podcast-fuehren-in-teilzeit

AWO Pfalz
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Rückenwind3
AWO Führung in Teilzeit

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