Blog der AWO Rheinland

Die AWO Ortsvereine sind ein Schatz…

Starke Ortsvereine für die Zukunft

… jetzt ist die Zeit, ihn gemeinsam zu heben.

Unter dem Motto „Starke Ortsvereine für die Zukunft – Ehrenamt im Dialog“ fand am 17. Mai 2025 der erste Fachtag Ehrenamt in den Räumlichkeiten der Bezirksgeschäftsstelle in Koblenz statt.

Über 40 Teilnehmende aus Ortsvereinen, Kreisverbänden und Hauptamt folgten der Einladung und beschäftigten sich einen Tag lang mit Fragestellungen wie „Wie bleiben Ortsvereine zukunftsfähig?“, „Welche Strukturen stärken das Ehrenamt?“ und „Wie gelingt die Vernetzung mit dem Hauptamt?“.

Impulse zur Lage – Herausforderungen & Chancen

Der Fachtag wurde von dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Roland Roth, der seit vielen Jahren am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen an der Hochschule Magdeburg-Stendal forscht, eröffnet. In seinem Impulsvortrag zur Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements fasste er zusammen: Engagement bleibt stabil; es ist aber sozial ungleich verteilt. Formen von Engagement wandeln sich – Nachbarschaftshilfe, digitale Formate und politisches Engagement nehmen zu. Für die AWO heißt das: Mitgliederzahlen sinken, Strukturen altern – jetzt ist Bewegung gefragt. Ortsvereine können Orte gelebter Demokratie sein, wenn Teilhabe und Vielfalt aktiv gestaltet und Synergien in der Organisation gehoben werden.

Praxisnahe Ideen für Ortsvereine der Zukunft
Bilder der Gruppenarbeit während des Fachtages. Mehrerer Frauen stehen und sprechen zu den Teilnehmer*innen der Kleingruppen. Man sieht Arbeitsergebnisse, die an eine Metaplanwand geheftet sind.
Kreativer Austausch: Gruppenarbeit zur Zukunftsgestaltung


In insgesamt fünf Workshops wurden gemeinsam konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung erarbeitet.

 

1: Eine Idee, die alle erreicht

Man war sich einig: Eine gemeinsame Vision schafft Orientierung. Offenheit, Solidarität und Barrierefreiheit wurden als zentrale Werte genannt. Gewünscht werden mehr kostenfreie, niedrigschwellige Angebote und mehr Sichtbarkeit des bestehenden Engagements.

 

2: Markt der Möglichkeiten

Gelungene Beispiele in Koblenz, Mayen und Worms zeigten: Quartierstreffs können generationenübergreifend, gesundheitsfördernd und verbindend wirken. Dabei sind hauptamtliche Begleitung, Räume, Mittel und Mut Erfolgsfaktoren.

 

3: Das AWO Mitglied – heute, morgen, übermorgen

Die Zukunft der AWO ist divers, aktiv und überzeugt. Benötigt werden offene Strukturen, echte Mitgestaltung und eine Mitgliedschaft, die mehr bedeutet als Beitragspflicht.

 

4: Die AWO als sozialpolitische Akteurin

Die AWO will Haltung zeigen – mit Aktionen wie Wertewochen oder Gesprächsformaten mit der Politik vor Ort. Voraussetzung dafür: Netzwerke und Sichtbarkeit.

 

5: Strukturen neu denken

Diskutiert wurden u. a. Fusionen, digitale Ortsvereine und altersgemischte Vorstände. Klar wurde: Transparenz und Durchlässigkeit in Strukturen sowie bessere Vernetzung von Kreis- und Ortsvereinen sind zentrale Hebel.

 

Fazit: Der Wille zur Veränderung ist da

„Es war viel Energie im Raum“, so lautete ein Feedback aus der Abschlussrunde des Fachtags. Die Arbeitsergebnisse wurden im August in einem Antrag an die  Bezirkskonferenz eingebracht und werden in ein Stärkungspaket für die Kreis- und Ortsvereine einfließen. Klar ist: Die Herausforderungen sind bekannt. Was bisher fehlte, war nicht das Wissen, sondern die konsequente Umsetzung. Und die beginnt jetzt – mit uns allen.

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