Eine der bekanntesten Aussagen von Marie Juchacz fasst den Auftrag der AWO in Deutschland sehr gut zusammen
Seit dem Gründungsjahr 1919 finden sich in der AWO als eigenständiger Mitgliederverband AWO Mitglieder, Engagierte und Mitarbeitende zusammen, um sich gemeinsam für eine solidarische und gerechte Gesellschaft einzusetzen.
Marie Juchacz erkannte früh die Notwendigkeit, Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen zu stärken und ihnen durch passende Hilfen soziale Teilhabe zu ermöglichen. Gleichzeitig war ihr bewusst, wie wichtig eine stetige Weiterentwicklung und die Funktion als Sprachrohr für Hilfesuchende im Land sind. Die AWO war dabei nicht nur Anbieterin sozialer Dienstleistungen, sondern prägte auch die Wohlfahrtspflege und die Sozialwirtschaft im Land.
Solidarität entsteht im Miteinander
Für andere einzustehen und ihnen zu helfen, ohne dabei egoistische Motive zu verfolgen, ist heute ebenso wie vor über 100 Jahren eine der Triebfedern unseres Verbandes. Dabei sind wir uns bewusst, dass im Miteinander sehr viel mehr erreicht werden kann als allein. Wir reichen uns nicht nur in der AWO die Hände, sondern wir bilden unter dem Dach der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz e. V. auch eine starke Allianz mit den anderen großen Träger*innen der Wohlfahrtspflege. Uns alle eint das Ziel, die Interessen von Benachteiligten in den gesellschaftlichen Dialog einzubringen und durch engagiertes sozialpolitisches Handeln dazu beizutragen, dass unser Sozialstaat zukunftsfähig bleibt. Klare Positionen, engagierte Persönlichkeiten und starke Netzwerke sind jetzt gefragt, um den Transformationsprozess des Gesamtsystems sozialer Unterstützungsleistungen aktiv mitzugestalten.
LiebeVoll im Rheinland
Nicht nur das Logo der AWO zeigt ein Herz. Auch unsere Mitarbeitenden und alle Ehrenamtlichen setzen sich jeden Tag aufs Neue mit großem Engagement, Kompetenz, Herz und Verstand für die Bedürfnisse der Menschen in unserer Region ein. Als Arbeitgeberin und starke Partnerin im Sozialraum stehen wir voller Überzeugung mit unseren Taten für echte Verbindungen, Verbundenheit und für einen liebevollen sowie wertschätzenden Umgang miteinander. Wer in Not gerät, kann sich auf die AWO verlassen. Wir fragen nicht nach Religion oder Nationalität, nach Herkunft oder Geschlecht. Wir sind für alle Menschen da, auch dann, wenn kein anderer hinschaut.
Solidarität kennt keine nationalen Grenzen
Seit fast 30 Jahren unterstützt die AWO International benachteiligte Menschen in Mittelamerika, Ostafrika, Europa, dem Nahen Osten sowie Süd- und Südostasien dabei, ihre Lebensumstände nachhaltig zu verbessern. Im Falle von Katastrophen engagiert sich die Organisation in der humanitären Nothilfe und im Wiederaufbau. Im Rahmen entwicklungspolitischer Bildungs- und Informationsarbeit betrachtet die AWO International die Herausforderungen und Chancen der Globalisierung und gibt Impulse für ein wertorientiertes, nachhaltiges Handeln. Ihre Vision ist eine gerechte Welt, in der alle Menschen solidarisch denken und handeln.
Den Unterschied machen und Teil einer Bewegung werden
„Markier den Unterschied“ – so lautet der Titel der vom AWO Bundesverband initiierten Kampagne, die dazu aufruft, Haltung zu zeigen. Die Gesellschaft rückt nach rechts und Solidarität und Zusammenhalt scheinen ihre Selbstverständlichkeit zu verlieren. Umso wichtiger ist es, dass wir uns der Kraft der AWO bewusst werden. Anstatt klein beizugeben, müssen wir als AWO Entschlossenheit zeigen, unsere soziale Wirksamkeit und politische Relevanz verdeutlichen sowie gesellschaftliches Engagement sichtbarer und attraktiver machen. Jeder Beitrag – ob ehrenamtliche Unterstützung, Fördermitgliedschaft oder eine Spende – entfaltet Wirkung und macht einen Unterschied. Lassen Sie uns den Gemeinschaftsgeist von Marie Juchacz lebendig halten und weitere Mitstreiter*innen für eine solidarische Gesellschaft gewinnen! Zusammen sind wir stark.
Fotograf: Joschka Link