„Die Entdeckung des Alltäglichen“ Am 8. April im Schloßtheater Neuwied

/„Die Entdeckung des Alltäglichen“ Am 8. April im Schloßtheater Neuwied

„Die Entdeckung des Alltäglichen“ Am 8. April im Schloßtheater Neuwied

  • Musical in Neuwied

Ein ganz außergewöhnliches Musicalprojekt der AISTHETOS-AKADEMIE und der AWO-Rheinland e.V. – gesponsert von der Glücksspirale

Die Entdeckung des Alltäglichen“ – lautet der Titel eines Musicalprojekts, das die AWO-Neuwied und die Neuwieder AISTHETOS-AKADEMIE am 8. April 2017 im Schlosstheater Neuwied auf die Bühne bringen werden. Die Glückspirale hat das außergewöhnliche Projekt gesponsert.
Wer einmal bei den Proben im Speisesaal des AWO-Seniorenzentrums „Alte Glaserei“ in Neuwied zuschauen durfte, wird vor allem eines festgestellt haben: die fast 40 Mitwirkenden im Alter von drei bis 83 Jahren sind mit einer mitreißenden Leidenschaft und ansteckenden Begeisterung bei der Arbeit, die alles andere als alltäglich sind – und das schon seit vielen Monaten.
Das stattliche Ensemble setzt sich zusammen aus Kindern, Jugendlichen und Senioren, aus Menschen unterschiedlicher Religionen – mit und ohne Migrationshintergrund. Dass sie allesamt Amateure in diesem Metier sind, macht ihre schauspielerischen Leistungen umso erstaunlicher. Sabine Parker, Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der vom Bundesverband Theaterpädagogik (BuT) anerkannten und zertifizierten AISTHETOS-AKADEMIE, hat erst im Laufe der Vorbereitungen und aufgrund der sich dabei ergebenden Möglichkeiten mit den Mitwirkenden gemeinsam das endgültiges Drehbuch geschrieben. Und Regisseurin ist sie natürlich auch noch. Die Musik stammt allerdings von Michael Weber.
Das Alltägliche, das es in dem Musical zu entdecken gilt, spielt sich in einer x-beliebigen Bahnhofshalle ab, wo alle Tage und Nächte zahllose Menschen wie du und ich aufbrechen oder ankommen. Die Begegnungen, zu denen es hier kommt, sind in aller Regel zufällig und nur flüchtiger Natur. Doch stecken darin und dahinter die unterschiedlichsten Geschichten, die sich im Laufe der Handlung wie zu einem Flickenteppich aneinander fügen.
Die einzelnen „Flicken“ im großen Teppich sind Monologe, Dialoge, Lieder, Melodien und Filmsequenzen, in denen sich die Menschen fragen, wie wichtig bin ich eigentlich in dieser sich ständig wandelnden Menge? Was mache ich mit diesen Bildern und Eindrücken? Und vor allem: was machen sie mit mir? Und somit geht es in diesem Musical auch um die Stärkung des individuellen Selbstwertgefühls, um die Kraft, eigene Möglichkeiten auszuschöpfen. Auch um das Erkennen dieser inneren Stärken, die dazu befähigen, auf andere positiv einwirken zu können statt in die Defensive zu geraten oder gar in eine Opferrolle.
Als Sabine Parker und das Ensemble vor Jahresfrist in das Musicalprojekt einstiegen, war noch keineswegs klar, in welche Richtung es sich bewegen und entwickeln würde. Da schien vielmehr das Vorhaben in den Köpfen der Beteiligten zunächst ein mittleres Chaos auszulösen, was rückblickend betrachtet wohl durchaus gewollt war. Denn Sabine Parker setzt bei ihren in vieler Hinsicht unkonventionellen Projekten auf Spontanität und individuelle Kreativität. Was, wie das Beispiel anschaulich zeigt, außerordentlich beflügelnd auf die Beteiligten wirkt. Nicht zuletzt hatte sie das ja bereits vor einigen Jahren mit der Musicalproduktion „Ein Teil des Ganzen und der Rest“ bewiesen, das im Auftrag des „Quartiermanagements der Sozialen Stadt“ der Stadt Neuwied, umgesetzt wurde.
„Die Entdeckung des Alltäglichen“ miterleben kann man am kommenden 8. April, 19 Uhr, im Schlosstheater Neuwied. Kartenvorverkauf nach Abstimmung mit der AISTHETOS Bildungsakademie für Theaterpädagogik, Friedrichstraße 36, 56564 Neuwied, Tel. 02631/815 5331. Nähere Infos auch über www.awo-blog.info/musical

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